Einmal Ärgernis, immer Ärgernis


Familienleben – das ist etwas, für das man definitiv geschaffen sein muss. Ich habe gerade heute wieder feststellen dürfen, dass ich es einfach bin. Ich bin definitiv kein Familienmensch! Vielleicht komme ich aber auch nur zu diesem Schluss, weil ich tagein und -aus von meiner Familie umgeben bin. :(

Die “Schrecklich nette Familie”, die wir alle aus dem Fernsehen kennen, die ist gar nichts gegen meine Sippe. So manches gemeinsame Essen, bzw. der Dialog der nebenher stattfindet, hätte sicherlich guten Plott für das “Ohnsorg Theater” liefern können.

Gerade heute wieder hätte man nicht nur Plott für eine Vorführung gewinnen können, sondern über den Tag verteilt, theoretisch so viel Plott geliefert bekommen, dass man das Bühnenprogramm für das nächste halbe Jahr damit hätte befüllen können.

Die Episode “Die Dreckwäsche anderer Leute” vollzog sich etappenweise über den ganzen Tag und ist derart in meinen Gedanken haften geblieben, dass ich beschlossen habe, als ich vorhin in der Badewanne darüber nachdachte, was ich Dir, lieber Leser, heute schreiben könnte, einfach davon zu berichten.

Vorspann
Als wir (meine Eltern und ich) beschlossen gemeinsam in dieses Zweifamilienhaus umzusiedeln, dachte ich (naiv und gerade mal wieder finanziell etwas aufgeschmissen), dass das ein wahrlicher Glückfall sei, der sich dort für mich ereignete. Ich bewohnte fortan das obere Stockwerk. Meine Eltern bewohnten fortan das untere Stockwerk.

Da ein Drei-Mann-Haushalt nichts sonderlich Spektakuläres ist und auch schon früher im gemeinsamen Bungalow (welches wir vorher gemeinsam bewohnt hatten) funktioniert hatte, entschied man, dass gewisse Dinge vereinfacht werden. Eine Eigenschaft, die ich meiner Familie zuschreiben würde ist: Pragmatismus.

Folglich teilten wir uns die sogenannte “Waschküche”. (…um langsam auf den Kernpunkt der Geschichte überzuleiten)

Hauptteil
Seit vielen Jahren also läuft es so, dass ich meine Dreckwäsche im Obergeschoss sammle, in einer Wäschewanne die Treppe heruntertrage und dann in die dort vorhandene Waschmaschine bzw. Wäschetrockner räume. Normalerweise greife ich dann die fertige Wäsche, stopfe sie in eben jene Wäschewanne und trage sie wieder ins obere Stockwerk hinauf. Doch… manchmal kommt etwas dazwischen!

An solchen Tagen (oder in solchen Momenten) kann es passieren, dass meine Mutter die fertige Wäsche im unteren Stockwerk nicht nur aus dem Trockner abgreift, sondern sogar die Bügelarbeit und das Zusammenlegen übernimmt. Ich bin ihr für diese Art “Dienstleistung” extrem dankbar! Lange Rede, kurzer Sinn…

Meine Mutter ist a) farbenblind und b) nicht sonderlich detailverliebt. Lasst uns, lieber Leser, diese beiden Punkte einfach mal so im Raum stehen lassen. Wer jetzt denkt, dass das im Bezug auf frischgewaschene Wäsche nicht zu suchen hat, der irrt gewaltig. Denn… das ist der Grund, der fast 60% unserer häuslichen Streitereien auslöst.

Die Rede ist von falsch zusammengelegten Sockenpaaren. Pastelltöne, besonders in grünlich und bläulich… meine Mutter erkennt die Farben nicht! So kommt es u.a. dass ich beim letzten Zahnarzttermin mich arg schämen musste. Hatte ich doch morgens im Halbschlaf nach einem Knäuel Socken aus dem Schrank gegriffen und gar nicht bemerkt, dass den rechten Fuss eine lindgrüne Socke und den linken Fuss eine hellblaue Socke zierte. Gerade gestern erwischte ich ein paar weiße Socken, auf deren Ferse Wochentagsnamen zu lesen waren. Während ich mich so auf der Couch aalte beim abendlichen TV-Programm, bemerkte ich, dass auf der einen Socke “Friday” und auf der anderen Socke “Sunday” stand…

Heute früh stellte ich also meine Mutter zur Rede. Sie sprach von kleinen Versehen und redete sich damit heraus, dass ich ja auch immer sehr viel Wäsche hätte und wenn mir ihre Arbeit nicht gefallen, die sie da so bereitwillig für mich leiste, dann könnte ich ihr das natürlich sagen, dann würde sie zukünftig die Finger von der Wäsche lassen… blablabla… auch diese Diskussion führten wir bereits zu Hauf! Das Ergebnis sollte jedem, der das hier liest, sofort klar sein! Versprechen kann man viel, aber Versprechen zu halten scheint die Kunst daran zu sein!

Kurzum: Ich griff mir ihre Sockenschublade und mir entfuhr ein “Guckimalda!” oder so ähnlich. Ich hätte ausrasten können! Während im oberen Stockwerk die Anzahl an Sockenpaaren latent abnimmt, steigt sie im unteren Stockwerk dazu proportional passend! Rund 1/3 meiner Socken wird aktuell in der Nachttischkonsole meiner Mutter aufbewahrt. Und ich? Ich wundere mich, warum ich immer weniger Socken zur Verfügung habe…

Ende
Ich denke es wird Zeit die “Dreckwäsche” zukünftig (Pragmatismus hin oder her) im oberen Stockwerk komplett zu bearbeiten, d.h. nicht nur zu bügeln und zusammenzufalten, sondern zukünftig diese hier auch zu waschen und zu trocknen.

Kalkuliert man u.a. am banalen Beispiel von Socken die Kosten, die durch eventuelle Nachbeschaffung (obwohl die ja gar nicht das Haus verlassen haben!) entstehen, wird man feststellen, dass jede Ratenfinanzierung für Waschmaschine und Wäschetrockner günstiger wird. Wir wollen an dieser Stelle gar nicht näher darauf eingehen, wie teuer es würde, würde man den Stundenlohn aufrechnen (z.B. sagen wir mit lumpigen 10 E/Std.), den man für die Zeit, die man mit den ganzen Streitereien verbracht hat, theoretisch entlohnt.

Fazit für meinen heutigen Tag ist also: Ich möchte wirklich gern ein gutes Verhältnis zum unteren Stockwerk aufrechthalten. Manchmal ist das echt schwierig, aber es ist nicht unmöglich! In einem Familienverbund können schon Banalitäten wie vertauschte Sockenpaare, Besitzerwechsel bei Socken etc. zu einem echten Drama ausarten.

Wie heißt es doch so schön? “Lieber ein Schrecken mit Ende, als ein Schrecken ohne Ende!” Außerdem… die Investition für Waschmaschine und Wäschetrockner wird sich spätestens Ende des Jahres rentiert haben:

Mein Rücken wird es mir danken – keine schweren vollen Wäschewannen mehr, die treppauf und -ab geschleppt werden müssen.

Keine Streitereien mehr wegen Muttis Farbenblindheit bzw. dem mangelnden Gespür für Details – sicher werden wir andere Themen finden um uns auch zukünftig “die Köpfe einzuschlagen” ;)

Und irgendein Versandhandel wird einen tollen Deal über eine Waschmaschine, einen Wäschetrockner und diverse paar neue Socken mit mir schließen dürfen – endlich kann ich mir Socken aussuchen, auf die ich Bock habe! (Lach nicht, lieber Leser… da dieses “Sockenproblem” nicht erst seit gestern existiert, war ich schon in den vergangenen Monaten bemüht immer Socken mit Wiedererkennungswert für mich zu beschaffen. Schließlich dachte ich schon, dass unsere Waschmaschine “Else” oder der Wäschetrockner “Kurt” heimlich Socken frisst… )

Die Wahrheit kommt eh raus


…es ist nur eine Frage der Zeit.

Meine letzte “Beziehung” überdauerte sagenhafte 1.000 Tage. Eigentlich eine Meisterleistung, wenn man bedenkt, dass ich anfänglich nicht mal glaubte, dass nach einem spontanen Mini-Date irgendwann vielleicht noch ein zweites Date folgen könnte.

Das männliche Exemplar, welches ich zum damaligen Zeitpunkt auftrieb, zeichnete sich nicht gerade durch seine Optik aus. Auch hatte dieses “Kampfobjekt” keine anderen Qualitäten, die mich normalerweise aus meinem “Dornröschenschlaf” (Single-Dasein) hätten erwecken können/sollen. Dennoch, ich gab ihm eine Chance. Warum auch immer?!

Gestern war Valentinstag. Ich gestehe, ich habe an ihn gedacht. Ich würde lügen, würde ich behaupten, dass ich mir nicht gewünscht hätte, dass er sich meldet. Mein kleines kaputtes Herz hätte allerdings keinen weiteren Tiefschlag (und zu mehr scheint er nicht talentiert) vertragen können. Somit war es ganz gut, dass ich weder Email, noch SMS, noch MMS oder gar vielleicht einen Anruf erhielt.

Dafür allerdings erhielt ich aber reichlich Nachrichten in WhatsApp. Ich gestehe anfänglich hasste ich die kleine Applikation. Auch wenn ich schon Jahre über ein internetfähiges Handy verfüge, ich besaß bis vor Kurzem keine Internetflat und folglich nutzte ich auch nichts, was eine Verbindung zum Internet von meinem Handy aus hätte erfordert. Heute weiß ich, dass mir einiges auf diese Weise entgangen ist… zum Beispiel: Komfort der neuen Technik!

Jedenfalls WhatsApp erwachte u.a. durch einen alten Bekannten in den vergangenen Tagen zu völlig neuem Leben. Den Bekannten kannte ich aus unserer Schulzeit. Wir waren nicht in die gleiche Klasse gegangen oder so. Aber wir hatten die gleiche Schule besucht, einige gemeinsame Freunde gehabt… Der Kontakt war nie sonderlich eng. Wir wußten voneinander wie der andere hieß und wo der andere her kommt.

Klar, WhatsApp nutzte ich seit der Installation eigentlich täglich. Klickerten doch auch ein paar gute Freunde bereits mal mehr und mal weniger über WhatsApp Nachrichten mit ihren News, ihren Gedanken …oder sandten einfach mal ein Foto zwischendurch… eben jene Freunde, die mir auch geraten hatten (oder, wohl eher, extrem beharrlich in den Ohren gelegen hatten!!!) diese Applikation zu installieren.

Der alte Schulfreund und ich mussten während des Austausches von Nachrichten innerhalb der letzten paar Tage feststellen, dass wir eigentlich ziemlich viel gemeinsam haben. Eigentlich mehr, als er bis heute Abend 17.00 Uhr wissen konnte. Ich gestehe, ich genoss die ungezwungene Konversation!

Wir haben beide sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich einiges erleben dürfen in den vergangenen Jahren. Jedenfalls steht fest: Die Lage, in der wir uns befinden (jeder für sich natürlich) ist so, wie sie jetzt ist, nicht wirklich das, was man auf Dauer erhalten kann oder gar will. Man schwimmt sozusagen mit dem Strom und hoffte auf bessere Zeiten! Ich hatte unwissentlich einen Seelenverwandten gefunden…

Halte mich jetzt ruhig für bescheuert, lieber Leser. Die Person, die die Nachrichten in WhatsApp schickte, die habe ich mindestens 10 Jahre nicht mehr bewusst getroffen. Klar, man war sich aufgrund des Wohnortes (der nahe beieinander liegt) immer mal wieder unbewusst über den Weg gerannt, …hatte sich gedankenverloren gegrüßt und jetzt das… Der Kontakt war über Facebook so intensiviert worden. Social Networking ist also doch nicht nur schlecht! Wir sind dort befreundet und waren es vor meinem Wechsel zu Facebook auch schon bei MeinVZ gewesen. Ich kann nicht mal mehr sagen, wer damals wen zu seiner Freundesliste hatte hinzugefügt. Oder warum wir uns überhaupt hatten angefreundet…

Mit anderen Worten: Erst war es nur ein Klick auf “gefällt mir” und dann irgendwann folgte ein scheinbar achtlos dahingeschriebener Kommentar auf meiner Pinnwand, …dann ein liebgemeinter Kommentar auf seiner Pinnwand… hierauf jeweils eine Antwort. Und irgendwie packte mich dann die Übermut. Als er auf einen meiner “Chronikeinträge” (tolles Wort – danke Facebook für die “Chronik!) etwas kommentierte, antwortete ich keck, dass er willkommen sei mich zu besuchen auf ein Stück Kuchen. Und so kam es, dass wir plötzlich Handynummern austauschten und uns verabredeten. Eigentlich etwas sehr Triviales, wenn man bedenkt, dass wir knapp 10 (Auto-)Minuten voneinander entfernt wohnen. Man könnte sagen, was so “unauffällig” begonnen hatte, gipfelte am Wochenende darin, dass wir flirteten – sehr offensiv sogar! Und während wir Nachricht über Nachricht miteinander austauschten, bauten wir eine Nähe auf, wie zwei Menschen, die sich schon ewig kennen… :) Tja, manchmal geht das Leben seltsame Wege!

Kurzum: Es tat einfach mal gut, morgens aufzuwachen und Nachrichten von einem lieben Menschen zu lesen… abends ins Bett zu gehen und jemandem eine “Gute Nacht” zu wünschen. Es tat gut über den Tag zu sprechen… Natürlich oberflächlich, denn mehr ist nicht drin, wenn die Person, mit der dieser Austausch stattfindet, jemand ist, den man schon gut 10 Jahre nicht mehr wirklich gesehen hat. Weißt Du, lieber Leser, es tat einfach sooo gut zu vergessen, was eigentlich aktuell “Stand der Dinge” ist und einfach mal eine Spur weit “Normalität” zu genießen. Normalität im Sinne von “Hey, hier ist wer, den interessiert, was Du da treibst…” oder “Hey, hier ist jemand, für den bist Du nicht nur irgendwer!“.

So etwas, also das, was mir die letzten Tage das Leben versüßt hatte, ist für Dich, lieber Leser, sicherlich nichts Besonderes, oder? Nein, das ist es eigentlich auch nicht! Dennoch, ich hatte bisher nicht viel Glück (oder auch Geschick) mir so ein Stück “Normalität” in mein Leben zu holen und auf Dauer zu erhalten. Wenn Du jetzt sagst, lieber Leser, dass das irgendwie ein Armutszeugnis ist, dann sage ich Dir ganz nüchtern und frei heraus: Recht hast Du!

Naja, jedenfalls ich wäre nicht “eisohr”, hätte ich das nicht vermasselt. Ich rede von meinem Stückchen “Normalität” oder aber auch die Chance auf ein vielleicht wunderschönes Date mit einem gut aussehenden jungen Mann. Warum ich es vermasselt habe, wirst Du jetzt fragen, lieber Leser und die Frage ist durchaus berechtigt! Die Antwort ist wirklich ganz banal: Ich kann das nicht! Ich kann nicht einen wichtigen Fakt verschweigen bzw. einen Menschen, den ich mag, bewusst anlügen. Ich kann einfach nicht etwas so Wichtiges (wie mein kleines Geheimnis) unter den Tisch fallen lassen und darauf hoffen, dass wenn ich nur die Augen (vor der Realität fest genug) verschließe, jemand anderes auch nicht sehen wird, was ich nicht sehen will.

Mit anderen Worten: Das “eisohr” tat, was es am besten kann. Ich fasste mir ein Herz und formulierte zwei lustige Sätze. Ich setzte einen zwinkernden Smiley dahinter und hockte, den Tränen nahe, zusammengesunken vor meiner Badewanne auf dem kleinen weißen Läufer und wünschte mir, dass zum einen die Dinge anders wären, als sie leider sind und zum anderen ich ein bißchen mehr so wäre, wie es zum Beispiel mein letztes männliches Kampfobjekt gewesen ist: gewissenlos, rücksichtslos und vor allem egoistisch. Aber so bin ich halt nun mal nicht und möchte ich auch nie werden!

Die Reaktion auf mein kleines Geständnis erfolgte schneller als erwartet und war positiver als erhofft. Ich hatte damit gerechnet, dass ich jetzt “Schweigen” ernten würde. Dennoch… das Ergebnis ist, wie es hatte ausfallen müssen:

Heute Abend wurde ich vertröstet. Das eigentliche Date, welches seit knapp einer Woche abgesprochen war, fiel kurzerhand aus. Eine Ausrede war schnell gefunden und ich wusste warum (eben wegen meines Geständnisses) und hakte folglich auch nicht weiter nach (aus Angst vor einem wirklichen Korb). Um vorzubeugen, dass ich nach einem weiteren Date fragen könnte (schlaues Kerlchen, muss ich sagen), wurde gleich aufgezählt, was am morgigen Donnerstag, am darauf folgenden Freitag und natürlich vor allem am Wochenende alles anliegen würde. Ich erhielt also – ungefragt – eine detaillierte Übersicht warum das Date, welches ja nun leider heute ausfallen müsste, auch u.a. in den kommenden 5 Tagen nicht stattfinden könnte. Ich war den Tränen nahe… Warum muss die Wahrheit immer so gruselige Konsequenzen haben?

Jetzt, einige Stunden später… ein paar lapidare Nachrichten in WhatsApp später… ich fühle gut mit dem, was ich getan habe. Es war richtig! Ich habe die richtige Entscheidung getroffen! Klar, ich bin traurig. Traurig, weil das Stückchen Normalität mir nur kurzfristig gegönnt gewesen ist. Aber hey, man baut keine Schlösser auf Treibsand! Noch trauriger, dass aus dem Stückchen nicht vielleicht noch ein paar mehr Stückchen – ein größeres Stückchen – hatten werden können. Aber so ist das Leben eben! Wir sind hier nicht bei “Wünsch Dir was”, sondern bei “So ist es!”

…aber zurück zum Eigentlichen: Ich fühle mich gut. Sagte ich bereits! Warum? Ich fühle mich gut, weil ich mit dem kleinen Geständnis in der Textnachricht bei WhatsApp mir einen großen Stein von der Seele getippt hatte. Ich kann gleich ins Bett gehen, den Tag ad acta legen und ich brauche mir nicht mehr vorm Einschlafen die grauen Zellen zermartern, wie ich im Fall der Fälle hätte reagieren und dieses Geständnis gut verpacken können…

Manche nennen so ein Verhalten “mutig”. Ich nenne so ein Verhalten “dumm”. Aber, weißt Du was, lieber Leser? Ich bin lieber dumm, als ein A… Ich halte weiter an an meinem bisherigen Lebensmantra fest: Ich versuche andere Leute stets so zu behandeln, wie ich selbst behandelt werden möchte.

14.02.2012 – Valentinstag


Hallo Du!

Heute ist Valentinstag! :) Ich wünsche Dir einen schönen solchen gehabt zu haben. Wahrscheinlich genießt Du gerade die letzten Momente des heutigen Tages mit Gedanken an den Liebsten/die Liebste… verbringst die letzten Momente des heutigen Tages sogar mit dem Liebsten/der Liebsten… lass Dir eines gesagt sein: Ich beneide Dich!

Ich würde das auch gern tun. Jetzt! Ich könnte mir sogar gut vorstellen, wie sich das anfühlt… ich meine nicht, wie sich Dein Liebster/Deine Liebste anfühlt. ;) Gott bewahre! Ich würde nie absichtlich die Beziehung eines anderen schädigen wollen! Leider haben wir nicht alle die gleichen Vorstellungen von Moral und Ethik. :( Ich spreche mehr so von dem Gefühl sich geliebt zu fühlen, bzw. selbst zu lieben. Ich wäre so gern verliebt…

Entgegen aller Kritiker des heutigen Tages, ist für mich Valentinstag nicht nur eine reine Kommerzveranstaltung, die wahrscheinlich irgendein Blumenhändler o.ä. erfunden haben muss. ;) Für mich ist Valentinstag ein willkommener Grund seinem Liebsten/ seiner Liebsten mal wieder zu sagen oder auch gern zu zeigen, was er/ sie einem wirklich bedeutet.

Gerade in der heutigen Zeit fehlt es einem manchmal an einem solchen ruhigen Moment, in dem man den anderen einfach mal schweigend und sehr liebevoll in den Arm nimmt um ihn/ sie nahe am Herzen zu spüren. Warum dazu nicht den Valentinstag nutzen? Es fehlt einem manchmal in dieser hektischen lauten Zeit auch einfach mal die Zeit oder vielleicht sogar die richtige Gelegenheit dem anderen etwas Besonderes zu kaufen bzw. zu schenken… und vieles vieles mehr!

Ach, Liebe kann so schön sein! Wie gern würde ich wieder lieben… Wie gern würde ich einmal nur einen wirklich romantischen Valentinstag verbringen? Ich bin mittlerweile über 30 Jahre alt. Oh weia, wie die Zeit doch vergeht! Stolzes Alter, oder?

Zurück also auf den Boden der Tatsachen! Wobei… der ist wirklich nicht besonders hübsch! Wäre der “Boden der Tatsachen” ein Teppich… oh glaub mir, lieber Leser, der Teppich wäre ein wahrlicher Ladenhüter. Niemand würde diesen Teppich auch nur in Betracht ziehen wollen zu kaufen. Ich denke, diesen Teppich würde nicht mal jemand geschenkt haben wollen. ;)

Mein Liebesleben bisher? Ich blicke zurück auf (leider doch schon) einige Beziehungen, oder so etwas, was dem ähnlich sein sollte. Klar, das tun wir alle irgendwie, oder? Das Leben ist schließlich kein Film den irgendein Hollywood-Regisseur uns freundlicherweise beschert hat und den wir auf irgendeiner Kinoleinwand angaffen können.

Im wahren Leben gibt es nicht immer ein Happy End und mein Leben hatte bisher um alle möglichen Happy Ends einen großen Bogen geschlagen. Nein, egal was sich auch ereignen mag, man hat damit nicht automatisch das Anrecht auf ein Happy End erworben – schade eigentlich! Obwohl, vielleicht? …vielleicht muss man einfach nur lange genug warten? Schließlich ist man mit knapp über 30 Jahren ja auch noch nicht tot! Nein, man hat im schlimmsten Fall nur bereits den Zenit für die für einen vorgesehene Lebensdauer überschritten… :(

Egal, fassen wir mein bisheriges Lebensleben mal so zusammen: Ich habe bisher nicht allzu viel Geschick bei der Partnerwahl bewiesen. Vielleicht sollte ich noch dazu ergänzen: Ich habe bei der Partnerwahl auch nicht immer viel Intelligenz aufgewendet! :( Ja, alles rächt sich (irgendwann einmal im Leben)!

Wobei wir dann damit wieder beim Valentinstag sind, dem Thema dieses Postings! Leider lässt dieser Rückblick auf mein bisheriges Liebesleben (Oh, ich bin vom Thema abgekommen, oder? Naja, nur temporär!) auch extrem tief blicken… ;) Oh Gott, nicht das, was Du, lieber Leser, jetzt auf Anhieb denken magst! Ich spreche mehr von einer eigentlich ganz banalen Sache…

Ich kann nämlich nicht eine einzige positive Geschichte zu diesem “neumodischen Feiertag” berichten. Aus dem Stehgreif kann ich dafür für fast jeden Valentinstag, der sich in den vergangenen 18 Jahren ereignete, etwas erzählen, was ich mir wünsche nie wieder erleben zu müssen. Nein, falsch! Ich wünsche, dass so etwas wie das, was ich in den vergangenen 18 Jahren an fast einem jeden Valentinstag erlebte, niemandem (nicht mal meinen Ex-Partnern) im Leben widerfahren mag.

…egal, wie sehr ich mich anstrenge und meine graue Zellen auch bemühe, mir fällt einfach kein Valentinstag in den vergangenen Jahren ein, der nicht darin gegipfelt hätte, dass ich meinen (zu dem Zeitpunkt aktuellen) Partner zum Teufel gewünscht hätte oder (in den meisten Fällen leider auch vorgekommen) tränenüberströmt in meinem Bett einschlief. Ein Valentinstag war sogar so “scheußlich”, dass ich am Ende wünschte, ich wäre tot!

Das ist wirklich eine extrem traurige Bilanz. Noch trauriger, wo ich sie jetzt ausformuliert vor mir sehe. Schwarz auf weiß prangen die Buchstaben hier auf dem Monitor! 931 Zeichen, sagt mein WordPress-Editor. 931 Zeichen, die Zeugnis darüber ablegen wie miserabel mein Liebesleben bisher gewesen sein muss.

Glaubt mir, auch wenn das jetzt anders erscheinen mag, ich bin definitiv niemand, der nicht zu genießen versteht! Ich hatte mit den Partnern, die ich als jene auserwählte, auch viele schöne Momente. Und das meine ich ehrlich und das ist jetzt nicht nur eine Floskel, damit Du, lieber Leser, nicht am Ende denkst, die, die sich hier “eisohr” nennt, ist eine verbitterte alte Kuh!

Ich spreche von solchen Momenten, die einen auch nach Jahren noch ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Solche Momente, die vielleicht auch erst im Nachgang an Bedeutung gewannen. Momente, die zum Beispiel das ein oder andere (‘tschuldigung, ich meinte natürlich A-L-L-E!) Valentinstagserlebnis haben extrem ausblassen lassen. Ich halte mich nach wie vor brav an den Spruch: Man kann alles verzeihen, sollte aber definitiv nicht alles vergessen!

Ich möchte dieses Blog starten und meine Geschichte erzählen. Welcher Tag wäre dazu passender als der, an dem eigentlich das “eisohr” (damals noch namenlos) das Licht der Welt erblickt haben muss. Begleite mich auf einer Reise durch Höhen und Tiefen eines recht chaotischen Lebens, lieber Leser.

das eisohr